Der Bolonka-Ahnenkompass soll Züchtern die Möglichkeit geben, bei der Wurfplanung stärkeres Augenmerk auf genetische Aspekte der Zucht zu legen. Hierbei geht es vor allem um die Beachtung der Inzucht- und Ahnenverlustkoeffizienten für angestrebte Verpaarungen. Diese beiden Kennzahlen kann ein Züchter allein mit den ihm zur Verfügung stehenden Ahnentafeln nicht berechnen, da hier in der Regel nicht mehr als drei Generationen aufgeführt sind, der Berechnung aber idealer Weise mindestens 6, besser noch 10 Generationen zugrunde gelegt werden sollten. Somit ist davon auszugehen, dass diese Kennzahlen in der bisherigen Zuchtpraxis kaum Berücksichtigung gefunden haben. Da aber besonders eine kleine genetische Basis, wie sie in der Bolonkapopulation vorliegt, leicht von einer Inzuchtdepression bedroht sein kann und dies verheerende Folgen für eine Rasse hat, widmet sich das Bolonka-Zentrum mit dem Projekt Bolonka-Ahnenkompass der Ermittlung dieser Kennzahlen. Jeder Züchter kann sich im Rahmen dieses Projektes für eine angestrebte oder durchgeführte Verpaarung den Inzucht- und Ahnenverlustkoeffizienten kostenfrei ermitteln lassen. Weiter kann sich jeder Züchter für seine Zuchthündin kostenfrei eine Liste mit potentiellen Deckrüden erstellen lassen, für die der Grenzwert von 5 % für den Inzuchtkoeffizienten im Falle einer Verpaarung eingehalten wäre.
Das Deckrüden-Verzeichnis bietet allen Deckrüdenbesitzern die Möglichkeit, ihren Deckrüden anderen Züchtern zu präsentieren und auf dessen Vorzüge aufmerksam zu machen. Ziel ist es, ein umfangreiches Deckrüdenverzeichnis zu erhalten, damit Züchter bei der Auswahl eines für ihre Hündin passenden Deckrüden alle Anwärter berücksichtigen können.
Weitere Projekte
Das Bolonka-Zentrum plant künftig noch weitere Projekte zur Sicherung der Rassegesundheit. Aktuelle Neuigkeiten finden Sie immer auf dieser Homepage.
Das Bolonka-Zentrum ist grundsätzlich auch für neue Projektideen und Unterstützungsangebote offen.